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Rosen schneiden

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Rosen schneiden

Zeitpunkt, Schnitttechnik, Sorte

Artikel von garten-reinisch.at am 15.3.2021

 
Wie bekomme ich eine kompakte, gesunde und blühfreudige Rose? Wann ist meine Rose zu schneiden?
Hier erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Rose richtig schneiden und worauf Sie achten müssen.
 

Zeitpunkt

Frühjahr:
Der optimale Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist immer strittig. Er soll im Frühjahr vor dem Austrieb erfolgen, dies ist zumeist Mitte März, allerdings kann sich dieser Zeitpunkt, je nach Witterung auch stark verschieben. In hartnäckigen Wintern sollte man die Rosen später schneiden. Spätestens wenn die Forsythien beginnen zu blühen sollte mit dem Rosenschnitt aber begonnen werden.

Sommer:
Auch im Sommer sollten Rosen nachgeschnitten werden. Doch hier werden nur die abgeblühten Blüten zurückgeschnitten, damit wird ein Fruchtansatz verhindert und ein zweiter Blütenflor unterstützt. Bitte achten Sie hierbei darauf nicht die bereits frisch angesetzten Blüten abzuschneiden.

Herbst:
Zudem empfieht es sich, auch im Herbst einen letzten leichten "Fasson-Schnitt" durchzuführen. Stark abstehende Triebe sind zurückzuschneiden um sie vor Schneebruch zu bewahren.

Allgemeine Regeln

Werkzeug:
Benutzen Sie immer eine gute scharfe Gartenschere, um Risse und Quetschungen in den Zweigen zu vermeiden. Bei schlechten Schnittstellen kann das Wasser nicht gut ablaufen und die Schnittstelle beginnt zu verfaulen.

Schnitt:
Zuerst werden abgestorbene bzw. erfrorene Triebe entfernt, danach beginnt der eigentliche Schnitt. Dieser sollte etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe leicht schräg ansteigend verlaufen, so dass das Regenwasser gut ablaufen kann. Die Wundfläche sollte so klein wie möglich gehalten sein (Schneiden Sie lieber etwas zu gerade als zu schräg.)
Kräftige, gesunde, junge Triebe bringen in der Regel die meisten und schönsten Blüten hervor. Schneiden Sie Ihre Rose also so, dass sie möglichst viele starke Verzweigungen zweiter und dritter Ordnung hervorbringt (Rangordnung der Seitentriebe siehe Zeichnung). ​​

Schwach wachsende Rosensorten werden stark zurückgeschnitten, starkwachsende werden weniger gestutzt. Denn je stärker man eine Rose schneidet, desto kräftiger ist der Neuaustrieb.

Schnitt nach Rosenklassen


Es ist wichtig zu wissen, zu welcher Klasse und Wuchsform Ihre Rose gehört, um die Richtige Entwicklung zu fördern:

Beetrosen:
Nach dem Entfernen von dicht stehenden, dünnen, kranken oder abgetrockneten Trieben sollte das verbleibende Holz auf ca. 40 cm zurückgeschnitten werden, um eine stark blühende Beetrose zu erhalten. Vermeiden Sie zu lange Triebe damit sie nicht auseinanderfällt und ihren buschigen Charakter verliert.

Strauchrosen:
Die Haupttriebe der öfter blühenden Strauchrosen werden um ca. ein Drittel eingekürzt. Sehr alte Triebe sollten von unten her ausgeschnitten werden, um einen jungen, frischen Durchtrieb von unten anzuregen. Treten Sie manchmal auch ein bis zwei Schritte vom Strauch zurück, um sich ein Gesamtbild der Rose zu machen, um eine kompakte, gleichmäßige Form zu erhalten.

Edelrosen:
Durch Entfernen einzelner Triebe müssen diese Rosenstöcke ausgelichtet werden, um der Pflanze mehr Licht und Luft zukommen zu lassen. Weiters sind sehr dünne bzw. kranke oder abgestorbene Triebe zu entfernen. Auch nach innen gerichtete oder sich kreuzende Triebe werden ausgeschnitten, daraufhin auch die nach außen gerichteten Knospen. Die verbleibenden starken und gesunden Triebe werden auf ca. 20 cm zurückgeschnitten.

Kletterrosen:
Die Haupttriebe werden bei der Kletterrose gleichmäßig auf dem Kettergerüst erhalten. Die Seitentriebe werden im Frühjahr auf ca. 10 cm eingekürzt.
Die Haupttriebe bleiben prinzipiell erhalten, falls sich allerdings ein starker Langtrieb aus der Basis im letzten Sommer entwickelt hat, kann dieser einen alten Haupttrieb ersetzen. (Im Abstand von 3 - 5 Jahren sollte ein Wechsel der einzelnen Haupttriebe erfolgen, damit die Blühfreudigkeit und Gesundheit erhalten bleibt.

Bodendeckerrosen:
Die buschigen Kleinstrauchrosen benötigen nur einen leichten Rück- bzw. Auslichtungsschnitt. Die flach wachsenden Bodendeckerrosen vertragen bei Bedarf auch kräftigeren Rückschnitt. Auch ein Einkürzen der Triebe ist jederzeit möglich.

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