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Gartenplanung leicht gemacht
27. Februar 2026Welcher Gartentyp sind sie?
So finden Sie heraus, welcher Garten wirklich zu Ihnen passt
Artikel von garten-reinisch.at am 8.10.2018
Ein Garten ist weit mehr als nur eine Grünfläche rund ums Haus. Er ist Rückzugsort, Lebensraum, Hobby – und manchmal auch eine kleine Herausforderung. Doch bevor Pflanzen ausgewählt oder Wege angelegt werden, lohnt sich eine entscheidende Frage:
Welcher Gartentyp bin ich eigentlich?
Denn der perfekte Garten richtet sich nicht nur nach dem Grundstück, sondern vor allem nach Ihren Gewohnheiten, Ihrer verfügbaren Zeit und Ihrem persönlichen Stil.
Wasser im Garten: Erst die Funktion, dann die Optik
Ein häufiges Missverständnis gleich vorweg:
Die Begriffe Schwimmteich und Naturpool beschreiben ausschließlich die Art der Wasseraufbereitung – nicht das Aussehen.
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Ein Schwimmteich kann modern, eckig oder sogar wie ein klassisches Betonpool gestaltet sein.
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Ein Naturpool hingegen kann auch geschwungen, naturnah und verspielt angelegt werden.
Die Gestaltung ist also frei wählbar – entscheidend ist, welche Technik und Pflegeform zu Ihnen passt.

Wie viel Gartenarbeit passt zu Ihrem Leben?
Der wichtigste Faktor bei der Gartenplanung ist die sogenannte Arbeitsintensität. Sie beschreibt, wie viel Zeit regelmäßig in Pflege und Erhaltung investiert werden muss.
Fragen Sie sich ehrlich: Wie verbringen Sie Ihre Zeit im Garten?
🌿 Der Vollblut-Gärtner
„Ich liebe es, meinen Garten zu pflegen.“
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verbringt gerne viel Zeit draußen
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arbeitet mit Leidenschaft in der Natur
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genießt Pflanzenpflege als Ausgleich
👉 Ein arbeitsintensiver Garten ist hier kein Problem – sondern Teil der Freude.
🌱 Der motivierte Hobbygärtner
„Gartenarbeit macht Spaß – aber nicht jeden Tag.“
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pflegt den Garten gerne, jedoch flexibel
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möchte schöne Ergebnisse ohne Daueraufwand
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sucht ein gutes Gleichgewicht zwischen Pflege und Genuss
👉 Mittelintensive Gartenkonzepte passen ideal.
🌼 Der Gelegenheitsgärtner
„Hin und wieder kümmere ich mich darum.“
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Gartenarbeit erfolgt unregelmäßig
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Pflege soll überschaubar bleiben
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der Garten soll auch ohne ständige Aufmerksamkeit funktionieren
👉 Robuste Pflanzen und klare Strukturen sind hier entscheidend.
☀️ Der Genießer (oder „faule“ Gärtner)
„Ich will meinen Garten genießen!“
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wenig Zeit nach Feierabend
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Entspannung statt Arbeit
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gesellige Abende wichtiger als Unkrautjäten
👉 Pflegearme Gärten oder professionelle Unterstützung sind die perfekte Lösung.
Und wichtig zu wissen:
Arbeitsintensität muss nicht bedeuten, dass Sie alles selbst erledigen müssen. Pflegearbeiten können ganz oder teilweise übernommen werden – damit Ihr Garten vor allem eines bleibt: ein Ort zum Genießen.

Welcher Gartenstil passt zu Ihnen?
Neben der Pflege entscheidet der Stil darüber, wie sich Ihr Garten anfühlt.
Der Formalgarten – elegant und strukturiert
Inspiriert von italienischen und französischen Barockgärten.
Typische Merkmale:
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gerade Wegeführung
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streng geschnittene Gehölze
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klar abgegrenzte Beete, oft mit niedrigen Hecken
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gepflegter Rasen als zentrales Element
Arbeitsintensität: hoch
Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, Beete gepflegt und Rasen exakt gehalten werden.
👉 Perfekt für Menschen mit Sinn für Ordnung und Präzision.
Der Dach- oder Steingarten – kompakt und robust
Ideal für kleinere Flächen oder Dachgärten.
Eigenschaften:
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höhere Hitzeentwicklung
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meist künstliche Bewässerung notwendig (außer bei Sedum-Pflanzen)
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geringe Erdschicht und begrenzter Wurzelraum
Arbeitsintensität: gering bis mittel
👉 Ideal für urbane Lebensräume oder pflegebewusste Gartenbesitzer.
Der moderne Garten – klar und reduziert
Hier bestimmt die Form das Gesamtbild.
Merkmale:
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klare Linien und Strukturen
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Mischung aus Stein, Holz, Wasser, Rasen und Pflanzen
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geradlinige Gestaltung
Arbeitsintensität: gering bis mittel
👉 Für Menschen, die Design, Ruhe und Übersicht lieben.
Der Landhausgarten – natürlich und verspielt
Ein Garten voller Leben und Blütenvielfalt.
Typisch sind:
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geschwungene Beetformen
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abwechslungsreiche, meist winterharte Stauden
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blühende Sträucher und natürliche Übergänge
Arbeitsintensität: mittel
👉 Perfekt für Naturliebhaber mit Freude an Vielfalt.
Darf man Gartenstile kombinieren?
Ja – aber mit Bedacht.
Unterschiedliche Gartenbereiche können verschiedene Stile haben, solange klare Grenzen erkennbar bleiben. Wichtig ist dabei:
👉 Nicht zu viele Stile gleichzeitig mischen.
👉 Übergänge bewusst gestalten.
👉 Weniger ist mehr.
Ein ruhiges Gesamtkonzept wirkt harmonischer als ein Sammelsurium guter Ideen.
Fazit: Der richtige Garten ist der, der zu Ihrem Leben passt
Der schönste Garten ist nicht der aufwendigsten oder trendigste – sondern der, der sich natürlich in Ihren Alltag einfügt.
Fragen Sie sich daher:
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Wie viel Zeit möchte ich investieren?
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Arbeite ich gerne im Garten oder genieße ich lieber?
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Welche Atmosphäre tut mir gut?
Wenn Stil, Pflegeaufwand und persönliche Vorlieben zusammenpassen, entsteht ein Garten, der langfristig Freude macht – und genau das ist das eigentliche Ziel.
🌿 Denn der beste Garten ist der, in dem Sie sich wohlfühlen.
